Das Regensburger ARMUTSFORUM (früher: Sozialforum) ist im Oktober 2010 aus einer Arbeitsgemeinschaft zur Einführung eines städtischen Sozialtickets hervorgegangen und trifft sich seitdem regelmäßig zum Thema „Armut in Regensburg“: Aktuell gehören diesem Zusammenschluss Vertreter*innen aus folgenden Organisationen an:
attac Regensburg,
pax christi Regensburg,
Soziale Initiativen,
ver.di OV Regensburg,

Die Bewegung „Aufstehen in Regensburg“ war eine Zeit lang Mitglied im Armutsforum, die Bewegung hat sich aber mittlerweile aufgelöst
Projektbezogen arbeiten PARITÄTISCHER, VdK und engagierte Einzelpersonen mit.

Ziele sind die Enttabuisierung des Armutsthemas, Sensibilisierung von Politik und Bevölkerung für das Thema „Armut in Regensburg“ und Initiierung von Maßnahmen zur Armutsprävention.

Vielfältige Aktivitäten:


Das geschieht durch Organisation von Informationsveranstaltungen, Diskussionsrunden und Infoständen zum Thema Armut, Beteiligung an der Maßnahmenentwicklung zur Bekämpfung von Armut im Sozialforum der Stadt, Zusammenarbeit mit lokalen Armutsprojekten wie zum Beispiel KulTür, RAFAEL oder SOFA sowie spezielle Hilfsangebote für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Letzteres wurde im Frühjahr 2019 durch die Herausgabe eines Flyers mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren
GRATIS für ältere Menschen in Regensburg
umgesetzt, der in sozialen Einrichtungen und Ämtern sowie bei Ärzten und Apotheken aufgelegt wurde und viel Beachtung findet.



2014 wurden 6500 Unterschriften für ein Bürgerbegehren STADTPASS gesammelt und mit dem Sozialreferat der Stadt im Juni 2015 die Einführung eines STADTPASSES verhandelt, mit dem etwa 13 000 Regensburger*innen mit niedrigem Einkommen (von Sozialhilfeempfängern bis Wohngeldberechtiget) 50%-Ermäßigungen beim RVV sowie in allen städtischen Freizeit- und Kultureinrichtungen in Anspruch nehmen können. Über 5000 Mitbürger*innen nutzen das und seit Anfang des Jahres gibt es inzwischen auch einen LANDKREISPASS mit ähnlichem Konzept.

Armutskonferenzen

Das ARMUTSFORM hat seit 2010 einige Armutskonferenzen organisiert, wo sich Betroffene, Experten und Politiker*innen einen Schlagabtausch lieferten:

2010 („Jetzt red’n wir: Hartz 4 regional!“)

2012 („Umfairteilen: Reichtum besteuern!“)

2013 („„Bericht zur sozialen Lage der Stadt“)

2018 („Altersarmut und Wohnungsnot“)


Solche „Armutskonferenzen“ auf NGO-Ebene (EBW und Soziale Initiativen) gibt es in Regensburg übrigens seit 1999  und inzwischen hat auch die Stadtverwaltung einen Sozialbericht sowie „Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Armut“ aufgelegt.

Ganz aktuell ist das ARMUTSFORUM Träger der Initiative
„Bezahlbare Mieten für Regensburg!“.

Im Frühjahr 2020 organisierten die Sozialen Initiativen eine Sozialdebatte mit Regensburger OberbürgermeisterkandidatInnen anläßlich der Kommunalwahl am 15. März 2020.


Die allgemeine Kontakt-Mailadresse des Armutsforums ist:
armutsforum-regensburg@t-online.de